»Mit 16, gleich nach meinem qualifizierenden Hauptschulabschluss, habe ich eine Ausbildung zur Zahnarzthelferin gemacht. Nach der Ausbildung war mir allerdings klar, dass dieser Beruf nicht das Richtige für mich ist. Auch die Stimmung im Team war nicht besonders gut. Ich habe dann ein Jahr im Werk bei Siemens gearbeitet, um Geld zu verdienen. Dann hat mir eine frühere Kollegin aus der Zahnarztpraxis erzählt, dass sie jetzt Altenpflegerin in Friedheim ist – und sehr zufrieden.

Denise Ackermann, Quereinstieg in die Pflege

Ich habe mich dann im Friedheim als Pflegefachhelferin beworben und schon in den ersten Tagen gemerkt, dass mir diese Arbeit liegt. Ich fühlte mich wohl. Die Kollegen waren super! Da habe ich gemerkt, dass das Team für mich das Wichtigste ist. Wenn das nicht passt, kannst du’s vergessen. Ich habe dann einige Jahre als Pflegefachhelferin gearbeitet. Mein Pflegedienstleiter wollte, dass ich eine Ausbildung zur Altenpflegerin mache – aber von einem Azubi-Gehalt hätte ich nicht leben können. Dann hat er mich auf ein Förderprogramm der Agentur für Arbeit aufmerksam gemacht: WeGebAU (Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen, Anm. d. Red.) Die haben mir die Differenz zwischen Helfergehalt und Ausbildungsvergütung gezahlt.

Die Schule war viel persönlicher und lockerer als bei den Zahnarzthelfern. Wir haben in der Klasse eine Lerngruppe gebildet und uns gegenseitig motiviert. Die Lehrer waren immer hilfsbereit und kamen einem entgegen – so was hatte ich noch nie erlebt. Und weil ich schon mal drin war im Lernmodus, habe ich nach der Ausbildung gleich eine Weiterbildung zur Praxisanleiterin dran gehängt – damit ich die nächsten Azubis schulen kann.

Ich bin nun schon seit zehn Jahren im Friedheim und mittlerweile stellvertretende Wohnbereichsleiterin. Ich mag Struktur und Ordnung, da kann ich mich im Stationszimmer gut ausleben, Dienstpläne schreiben und Dinge organisieren. Mit der Wohnbereichsleiterin verstehe ich mich, wie mit allen anderen, sehr gut. Ich verdiene genug – und mehr als viele Kollegen, die bei anderen Trägern arbeiten. Aber Geld ist nicht alles. Am Wichtigsten ist mir der Umgang mit den Menschen: mit den Bewohnern, von denen ich viel übers Leben lerne. Und mit den Kollegen, mit denen ich viel lache und die mir helfen, wenn’s mal stressig wird. Wenn das Team funktioniert, wird alles leichter!«

Denise Ackermann, 29, Altenpflegerin im Caritas Alten- und Pflegeheim Friedheim

Lernen bei der Caritas: Ausbildung zum/r Altenpfleger/in

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