Ausbildung

Erzieher: „Das werde ich nie vergessen!“

Angehende Erzieher und Erzieherinnen erzählen von lustigen, überraschenden oder zu Herzen gehenden Momenten.

„Während meiner Ausbildung habe ich in die unterschiedlichsten Bildungsbereiche reingeschnuppert. Dabei wurde mir bewusst: Jedes Kind, jeder Jugendliche ist anders. Jeder Tag ist neu und voller Erlebnisse; nicht alles lässt sich planen. Ich erlebe jeden Tag viele schöne Momente – aber auch ärgerliche. Wenn ich am Ende des Tages sehe, was wir mit den Kindern alles geschafft haben und wie sie sich entwickelt haben, ist aller Ärger weg. In diesem Beruf bewahre ich auch mein eigenes inneres Kind. Ich lerne von den Kindern, mich über Kleinigkeiten zu freuen, die eben noch selbstverständlich waren. Mit den Kindern entdecke ich die Welt jeden Tag neu.“
– Kristin, 21

„Ein Junge packte seine Brotzeitbox aus. Wir haben uns dann ausführlich über seine liebevoll hergerichtete Brotzeit unterhalten. Er hat das intensive Gespräch sichtlich genossen. Im Gespräch mit den anderen Kindern sagte er kurz darauf: ‚Wenn ich groß bin, möchte ich auch einmal so werden wie die Susanna.’“
– Susanna, 23

„Ich habe einem Mädchen erzählt, dass ich in den Urlaub fliege. Ihre Antwort darauf war: ‚Da siehst du meinen Opa. Weil der ist im Himmel.’“
– Silke, 22

„Ich habe im zweiten Ausbildungsjahr ein Kind mit Autismus betreut. Es war zum Beginn der Kindergartenzeit sehr zurückgezogen und hat nie beim Morgenkreis mitgemacht. Irgendwann habe ich Musik gespielt. Dabei hat das Kind begonnen, zu tanzen und zu singen. Ich war sehr überrascht. Und glücklich. Ich möchte die Kinder fördern und ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern – wie sie es mit mir auch machen.“
– Ann-Kathrin, 21

„In der Kindertagesstätte stand die Aufnahme eines Mädchens an, von dem wir wussten, dass es aus schwierigen familiären Verhältnissen stammte. Das Kind kam zudem ohne Deutschkenntnisse in die Kita. Sie tat sich sehr schwer im Umgang mit anderen, nicht nur in der Sprache, sondern auch in ihrem Verhalten. Zu Beginn war das Mädchen sehr ängstlich. Im Laufe der Zeit öffnete sie sich. Sie genoss den liebevollen Umgang sichtlich, bedankte sich übermäßig und erfreute sich an jeder Kleinigkeit. Ihr Lächeln ist unvergesslich.“
– Theresa, 20

„Der Jüngste in der Gruppe, acht Monate, hatte eben erst das Laufen gelernt. Er hatte sich ein Bilderbuch geschnappt und machte sich auf den Weg zur Sitzbank. Dort angekommen merkte er, dass es schwierig wird, rauf zu kommen. Er versuchte es von der einen Seite, von vorne, von hinten, von der anderen Seite. Nach mehreren Versuchen hat er es tatsächlich geschafft! Das war ein bewegender Moment für mich, ich war begeistert, dass ich das beobachten durfte. Und ich war froh, dass ich nicht eingegriffen hatte.“
– Verena, 20

„Ein unvergesslicher Moment bleibt für mich ein Erlebnis mit einem Menschen mit Autismus. Er wollte mit mir einen Keks teilen und schenkte mir zudem ein Lächeln. Dies war ein sehr emotionales Erlebnis, da Autisten normalerweise keine bis wenig Gefühle zeigen.“
– Emily, 19

„Manchmal umarmt mich ein Kind und sagt mir, wie gern es mich hat. In solchen Momenten weiß ich wieder ganz genau, warum ich diesen Beruf lerne.“
– Selina, 19

„Es sind viele kleine unvergessliche Momente: zu sehen, wie ein Kind die ersten Schritte macht, wie es sich freut, wenn es das erste Mal etwas alleine geschafft hat. Oder einfach eine Umarmung.“
– Sandra, 24

„Ein Jugendlicher mit Beeinträchtigung sagte zu mir, nachdem ich ihm geholfen hatte, die Schuhe anzuziehen: ‚Danke, Schatzi-Mausi!’ Dabei hat er freudig gelacht und sich noch mehrmals bedankt. Zu diesem Zeitpunkt war ich erst fünf Tage in der Einrichtung. Mir ging das Herz auf.“
– Anja, 19

„Es gibt so viele wunderbare Momente, die ich als angehende Erzieherin bereits erlebt habe. Es freut mich beispielsweise, wenn mich Kinder wiedererkennen, die ich bereits betreut habe. Schon so kleine Momente bereiten mir Freude und bestärken mich in meiner Berufswahl.“
– Lena, 21

„Im Hort half ich einem Kind, ein Plakat für sein Referat vorzubereiten. Es hatte große Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache und war mit der Aufgabe überfordert. Mit meiner Hilfe und Unterstützung bekam es für sein Referat die Note Eins und ich erhielt von ihm zum Dank eine kleine Aufmerksamkeit. Auch seine Eltern umarmten mich, als sie ihr Kind von der Einrichtung abholten.“
– Julia, 22

„Das zweite Jahr meiner Ausbildung habe ich in einem Hort verbracht. Meinen letzten Tag in dieser Gruppe werde ich nie vergessen: Die Kinder haben selbstständig eine Party organisiert, um sich bei mir zu bedanken und zu verabschieden. Gerade die Kinder, mit denen ich am meisten zu kämpfen hatte, waren auch die Kinder, denen der Abschied am schwersten fiel.“
– Jakob, 22

„Ich werde nie vergessen, wie sich mir ein Kind mit all seinen Sorgen und Problemen anvertraut hat. Dieser Moment war einzigartig für mich, vor allem weil ich die Lebensgeschichte des Kindes kannte. Das Kind hat sich mir beim Kochen anvertraut. Es war ein sehr emotionaler Moment und ich habe mich sehr gefreut, dass es zu mir Vertrauen gefasst hatte und mir Einblicke in sein Leben gewährte.“
– Samira, 21

Lernen bei der Caritas: Ausbildung zum/r Erzieher/in

Hast du auch Lust Kinder und Jugendliche zu stärken und zu begleiten? Du kannst bei der Caritas Regensburg den Beruf „Erzieher/in“ lernen. Informiere dich hier!

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